Prostitution, Raubüberfall, Körperverletzung – spanisches Gericht entscheidet illegale Einwanderin zu deportieren

Symbolbild

Laut dem spanischem Gemeindeamt griff eine illegale Einwanderin aus Afrika (genaues Herkunftsland unbekannt) am 04 September 2016 um 4 Uhr morgens gemeinsam mit Komplizen einen Touristen in Magaluf (Gemeinde Calvià, Balearen) an, verletzte diesen und klaute ihm anschließend seinen Geldbeutel und andere Wertgegenstände.

Durch ihre Tätigkeit als Prostituierte und vorherigen Angriffen auf Touristen war die Täterin bereits bei der lokalen Polizei bekannt gewesen. Außerdem beunruhigte sie mit ihren kriminellen Aktivitäten an der Strandpromenade zahlreiche Einwohner, Hotelinhaber und Cafés. Während des Überfalls stürzte das Opfer und verletzte sich dadurch an seiner Schulter und seiner rechten Hand. Er wurde 7 Tagen medizinisch behandelt.

 

Die Mittäter konnten nicht identifiziert werden

 

Am 26 April 2018 verurteilte das Gericht den Täter zu einer Haftstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten, Schmerzensgeld in Höhe von 400 € und einer anschließenden Deportation nach Ablauf der Haftstrafe zurück in das Herkunftsland des Täters. Die Mittäter konnten bislang noch nicht vom Opfer identifiziert werden.

Es gibt in Spanien eine Sonderregelung, wonach illegale Immigranten nach einem kontinuierlichem Aufenthalt von mindestens 5 Jahren ein Aufenthaltsrecht mit Arbeitsgenehmigung erhalten können. Dies allerdings nur, wenn keine Vorstrafen o.ä. im Ursprungsland und Spanien gegen die betroffene Person vorliegen.

 

Bildquelle: Contando Estrelas
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Meritxell Vazquez Ortega

Meritxell Vazquez Ortega

Deutsch-spanisch Übersetzerin und freie Journalistin, ansässig in Torrevieja. Schreibt seit 2015 auch für deutsche Onlineredaktionen über spanische Wirtschaft und Leute.

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