Gibt es zukünftig doch noch Flüge mit Air Berlin?

Air Berlin A321 D-ABCB

Alexander Skora und Utz Claassen verkündeten öffentlich ihr Interesse am Kauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin.

Nun sollen beide Unternehmer bis zum 15. September 2017 Zeit haben, um der Fluggesellschaft ein Angebot zu unterbreiten.

Air Berlin erhielt im August vom deutschen Staat 150 Mio. Euro, um drei weitere Monate in Betrieb zu bleiben und die Fluggesellschaft an ein anderes Unternehmen verkaufen zu können.  Durch den Kauf von Air Berlin könnten zahlreiche Arbeitsplätze gerettet werden.

 

Zukünftig würde Air Berlin Kurzstrecken fliegen

 

Alexander Skora verkundete sein Interesse am Anteilkauf der Fluggesellschaft Air Berlin als letzter. Dabei war die Rede von internationalen Sponsoren, die dafür garantieren würden Air Berlin weiterhin in Betrieb zu halten. Um wem es sich bei diesen Sponsoren handelt ist bislang unbekannt. Bekannt ist, dass diese sich in den USA, Kanada und Israel befinden sollen.

Mit seinem Anteilkauf würde er die Anzahl der Langstreckenflüge reduzieren und die Flugziele auf Kurzstreckenflüge wie beispielsweise in die Schweiz oder nach Mallorca legen.

Damit würde Air Berlin praktisch keine Langstreckenflüge mehr fliegen. Die Fluggesellschaften Lufthansa und easyJet äußerten dazu, dass sie daran interessiert wären unter diesen Umständen selber Langstreckenflüge zu fliegen.

Weniger lukrative Langstreckenflüge wurden bereits von Air Berlin gekündigt.

 

Claassen an Komplettübernahme interessiert

 

Nach der Absage von Ryanair-Chef Michael O’Leary und dem Nürnberger Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl interessiert sich nun der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen für die Komplettübernahme der Fluggesellschaft.

Durch die Insolvenz des Technologieunternehmen Solar Millennium und den angeblich zu hohen Übergangs- und Antrittsgelder beim baden-württembergischen Energieversorger EnBW genießt der Unternehmer einen schlechten Ruf. Dies könnte er nun durch die Komplettübernahme von Air Berlin ändern – insofern er noch rechtzeitig sein Angebot macht.

Claassen äußerte darüber hinaus, engen Kontakt zu hochseriösen internationalen Investoren zu haben.

 

Bildquellen: Bild 1 von Andy Mitchell

 

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Marina Hölter

Marina Hölter

Tätig als Freelancer und Redakteurin von iPG24. Interessiert sich für verschiedene Themengebiete rund um Deutschland und Europa.

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