Wie sich Fremdsprachen auf unser Gehirn ausüben

Langeweile beim lernen

Vokabeln pauken und langweilige Grammatikübungen sind wohl die häufigsten Assoziationen mit dem Erlernen einer Fremdsprache.

Kaum einer kann sich vorstellen, dass dies Spaß machen soll. Hinzu kommend gibt es häufig die Aussage, man spreche lieber eine einzige Sprache aber dafür fehlerfrei.

Doch was ist tatsächlich die bessere Variante? Mehrere Sprachen zu sprechen, aber dafür schlecht, oder eine einzige Sprache zu sprechen und sie dafür perfekt zu beherrschen?

Jüngste Studien bewiesen, dass wenn wir unser Gehirn fit halten wollen, erstere Variante zutrifft.

 

Warum Fremdsprachen lernen?

 

In Deutschland ist Englisch an den Schulen ein Pflichtfach. Später entscheiden einige Schülerinnen und Schüler sich sogar für eine Drittsprache wie Französisch, Spanisch oder Russisch. Das frühe Erlernen einer Fremdsprache hilft im Erwachsenenalter leichter weitere Fremdsprachen zu erlernen.
Die meisten Erwachsenen beginnen das Erlernen einer weiteren Sprache aus beruflichen Gründen: Entweder weil der Arbeitgeber sie in einen Sprachkurs schickt, oder um ihre Berufschancen zu erweitern.
Das Erlernen einer Fremdsprache bietet uns im Leben viele neue Mögichkeiten und Vorteile: Höhere Berufschancen, Kennenlernen einer anderen Kultur, Auswandern, internationale Kontakte und vieles mehr.
Alleine Spanisch sprechen rund 420 Mio. Menschen.
Stellen Sie sich vor, dass Sie sich mit 420 Mio. Menschen mehr in der Welt austauschen könnten und was diese Ihnen alles zu erzählen hätten.

 

Fremdsprachen lernen hält unser Gehirn gesund

 

Ältere Menschen auf der Straße

Zwei- und mehrsprachige Personen, auch bekannt als Polyglots, scheinen in bestimmten Arealen über mehr graue und weiße Hirnsubstanz zu verfügen. Dadurch werden sie scheinbar in die Lage versetzt, bis ins hohe Alter anspruchsvolle kognitive Aufgaben zu lösen.
Ergebnisse einer Studie um Daniela Perani von der Università Vita-Salute San Raffaele in Mailand belegten, dass Zweisprachigkeit sogar die Alzheimerdemenz verzögern kann. So soll die Krankheit bei bilingualen Menschen, im Durchschnitt erst viereinhalb Jahre später ausbricht.
In Tests, die das Kurz- und Langzeitgedächtnis der Probanden prüften, schnitten die bilingualen Teilnehmer besser ab als Einsprachigen, entdeckten die Wissenschaftler. Und das, obwohl die zweisprachigen Versuchspersonen im Schnitt fünf Jahre älter waren und über eine schlechtere Schulbildung verfügten – zwei Faktoren, die sich eher ungünstig auf eine Alzheimerprognose auswirken.

 

Bildquellen: Bild 1 von CollegeDegrees360 // Bild 2 von Tom Baugls
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Marina Hölter

Marina Hölter

Tätig als Freelancer und Redakteurin von iPG24. Interessiert sich für verschiedene Themengebiete rund um Deutschland und Europa.

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